الأحد، 16 نوفمبر 2014

(Weiter)Leben auf Kepler 369g

So legen wir mal los. Hier soll es weitergehen mit dem Szenario aus Gliese832c. Leider kann dieses Szenario aus Gründen, auf die ich jetzt nicht näher eingehe, nicht in seinem ursprünglichen Spiel fortgesetzt werden. Aber wir alle haben unsere Kreativität und Zeit in unsere Länder gesteckt und würden es gerne in unserem Nachfolgespiel weiterspielen. Neue Mitspieler sind herzlich willkommen.





Erst einmal die aktuelle Karte:





Länder:

Troja (Oberst Klink)

Akmora (Austra)

Dunkelelfen (Medelan)

Byzanz (The illusive Man)

Llandrindod/Kelten (frei - zerfällt mit kommender Runde, falls kein neuer Spieler kommt.)

Constantia (Arkona)

Mialconia (Ennos)

Glorimantis (KorbohneD)

Flores (Merethys)

Bot-Arabien (BotX) - ehemals bekannt als Republik Ajin. (da wird es noch kleinere Veränderungen auf der Karte geben.)



Wenn ich aufgestanden bin, folgen derzeitige Punkte- und Provinzanzahl.



Unser Spiel ist gewissermaßen eine Staatensimulation, jedoch mit einem etwas einfacheren System als beispielsweise der DB. Ziel ist es jetzt nicht, einfach die Supergroßmacht schlechthin zu werden und alle anderen zu unterwerfen, sondern die Geschicke seines Landes zu leiten, Diplomatie, Handel zu treiben und eine eigene Geschichte zu schreiben. Man kann natürlich auch Krieg führen ;) Aber die Erfahrungen zeigen, dass so ein Krieg sich auch ganz schnell gegen einen wenden kann, wenn er ohne gute Gründe oder mit total überzogenen Forderungen geführt wird. Deshalb Vorsicht mit diesem Instrument. Gewissermaßen ist es als Endlosprojekt geplant







Kommen wir zu den Regeln:





Wir versuchen es einfach zu halten. Jeder Staat hat seine Wirtschafts- und seine Militärpunkte. Die Länder aus dem Vorgängerspiel übernehmen auch soweit ihre Punkte von dort, während Neueinsteiger mit 20 Startpunkten + 4 Zuwachspunkten beginnen.

Diese Punkte kann man auf Wirtschaft und Militär aufteilen.



Wirtschaft:

Wirtschaftspunkte dienen dazu sein eigenes Land auszubauen und eben mehr Wirtschaftspunkte zu generieren. Das läuft dann so ab: Man investiert z.B. 2 Punkte in seine Wirtschaft und erhält dafür in den folgenden Runden jährlich 0,5 Punkte zurück. Offen ist jetzt, ob man das allgemein hält oder Investitionen in bestimmten Provinzen tätigen kann z.B ich investiere 2 WP in die provinz Troja, wodurch sich ihr Einkommen von 0,5 auf 1 Punkt erhöht. Letzteres würde gut den unterschiedlichen strategischen und wirtschaftlichen Wert der Provinzen darstellen. Obwohl es für mich als SL Mehrarbeit bedeutet, würde ich diese Möglichkeit von daher gerne anbieten.

Provinzausbauten führen auch zu Erhöhungen der Punkteobergrenzen.





Militärpunkte:



Jene sind ausschlaggebend für die militärische Stärke eines Landes. Wenn man Krieg führen und gewinnen will, hat man besser mehr Punkte als der Gegner. Wobei wohl künftig ein kleiner Zufallsfaktor eingebaut wird.

Abgesehen vom Kriegführen können Militärpunkte für die Erweiterung des eigenen Landes genommen werden. Nur wollen wir im Gegensatz zum Vorgänger die Kosten etwas erhöhen. Auch hier kostet die Eroberung einer Provinz zumindest 2 Punkte ( Anm. wenn ihr höhere Kosten wollt, jetzt ists der richtige Zeitpunkt zu sagen.) Jede neugewonnene Provinz bringt 0,5 Punkte zusätzlich.



Übrigens kann auch durch den Einsatz von Wirtschaftspunkten friedlich expandiert werden. Selber Kostenfaktor wie bei einer militärischen Expansion. Ist dafür gedacht, wenn man im RPG mehr die friedliche Schiene fahren will.



Man kann auch wie bei den Wirtschaftspunkten Militärpunkte investieren. Wenn ich sage 4 Punkte fließen in die Provinz Troja (im RPG werden dort die Verteidigungsanlagen überarbeitet, mehr Geschütztürme, Minenfelder, neue Seefeuervorkommen etc. ) erhalte ich dafür aus dieser Provinz 1 Militärpunkt je Runde zusätzlich bzw. erhöhe meine MP- Obergrenze um einen Punkt. Dazu später mehr.





Wie läuft das mit den Punkten ab:

Jeder neue Staat erhält jeweils 20 Punkte am Anfang + 4 Wachstumspunkte je Runde. Also wenn man jetzt sein Land gründet startet man damit. Die 20 Start-Punkte werden 50/50 auf Militär/Wirtschaft verteilt. Für alle in der Runde dazukommenden Punkte kann man selber frei entscheiden, ob sie militärischer oder wirtschaftlicher Natur sind. Also die 4 Bonuspunkte kann ich sagen, dass alle ins Militär kommen oder 3 in die Wirtschaft und eines ins Militär. Wie es euch beliebt.



Wichtig: Kolonien, also Gebiete auf entlegenen Kontinenten und Inseln kosten mehr Punkte, als die Eingliederung von Provinzen vor der eigenen Haustür. Zumindest mal das doppelte. (muss noch genau ausgemacht werden. Zur Auswahl steht: dauerhaft höhere Kosten oder für die erste provinz sehr hohe Kosten und danach normal)





Weitere Möglichkeiten Punkte zu verdienen:



Handel: Jener wurde im Vorgänger so simuliert, dass man pro Handelsabkommen 0,5 Punkte erhält.

Wir modifizieren das System etwas. Zunächst erhält man 0,5 Punkte pro Handel, aber diese Punktzahl kann jährlich um 0,5 Punkte gesteigert werden, wenn der Handel anhält. Bis zur Höchstgrenze von 2 Punkten.

Auch erhält man pro höherer Techstufe 0,25 Punkte für jeden Handel.





So wer jetzt den ganzen Text gelesen hat und sich nix vorstellen kann, für den jetzt ein Beispiel mit Troja.



Troja hat aktuell 35 Punkte und 21 Provinzen.



Ich teile die Punkte so auf, da ich die Runde im Dauerkrieg war: 20 sind Militär und 15 Wirtschaft.

Mit 4 Wirtschaftspunkten besteche ich zwei neutrale Provinzen sich mir anzuschließen. Nun habe ich noch 11 Wirtschaftspunkte. Von denen investiere ich jetzt wie folgt:

2 in die Provinz Troja

2 in die Provinz Pergamon

2 in die Provinz Rom

2 in die Provinz Mykene

2 in die Provinz Ithaka.

Vor diesen Investitionen generierte jede dieser Provinzen je Runde 0,5 Punkte. Nach ihnen jetzt jeweils 1 Punkt.

Die 2 neuen Provinzen generieren nach wie vor nur 0,5. Da in ihnen noch nicht investiert wurde

Diese Punkte bekommt man jedoch erst in der Folgerunde gutgeschrieben.



Jetzt habe ich noch einen Wirtschaftspunkt übrig, den ich in die nächste Runde mitnehme.

Mit meinen Militärpunkten lasse ich für jeweils 2 Punkte Rom und Sparta und für 4 Punkte Troja militärisch ausbauen. Dadurch generieren Rom und Sparta jeweils 0,5 Militärpunkte und Troja einen. Ab der Folgerunde. Außerdem erhöht sich die Obergrenze für die Militärpunkte um diese Werte.



So man kann zu Anfang alle Punkte, die man verdient selber unterteilen, ob sie Militär oder Wirtschaftspunkte sind. Expandieren kann man mit beiden, Wirtschaft ausbauen nur mit WP und Krieg führen/Militär ausbauen nur mit MP.

Ausnahmen: Punkte aus Handel gelten automatisch als WP und Punkte, die aus militärischen Ausbauten resultieren gelten automatisch als MP.



Dieses System stellt sich noch als recht einfach da, sollte aber den Spielern die Möglichkeit geben ihren Staat etwas mehr zu profilieren.



Achtung: In meinem Beispiel habe ich die Punkte ziemlich großzügig ausgegeben. Das sollte man besser nicht tun, da man so schnell zur leichten Beute wird. ;)



Punktegrenzen:

In Vorgänger war es so, dass die Punktelager ab Runde 4 wieder auf 20 zurückgestuft werden. Also von Trojas 35 Punkten würden nur noch 20 übrigbleiben. Diese Regelung werden wir jetzt für den Anfang der nächsten Runde so anwenden. Zum letzten Mal in dieser Art und Weiße.

Die Punktegrenzen werden auf 15 Wirtschafts- und 15 Militärpunkte festgesetzt. Alle 4 Runden gibt es einen Reset auf diese Grenze. Jede höhere Techstufe erhöht sie um jeweils einen WP bzw. MP.

Durch wirtschaftliche Provinzausbauten erhöht sich die Obergrenze für WP (um 0,5 für jeweils 2 investierte Punkte) und durch militärische Provinzausbauten erhöht sich die Obergrenze für Militärpunkte ( für jeweils 2 Punkte um 0,5 )





Techstufen:

Ja es gibt Techstufen.



Techstufe I entspricht 18./Anfang 19.Jahrhundert. Im Militär sind zum Großteil noch Nahkampfwaffen im Einsatz. Das also noch rückständiger

Techstufe II entspricht der Industrialisierung (Zeppeline sind erlaubt)

Techstufe III den Weltkriegen (Maschinengewehre, Handfeuerwaffen, Autos, uralt-Computer)

Techstufe IV dem kalten Krieg (viel mehr Autos, Fernseher, Raumfahrt Anfänge)

Techstufe V unsere Zeit (den ganzen Iphone/ipad quark, Facebook, Kampfdrohnen, farblose Politiker :D )

Techstufe VI Zukunftstech (Star Trek :D )



Spieltechnisch habe ich die Auswirkungen erwähnt, durch mehr Punkte, höhere Grenzen. Im RPG ist es noch wichtiger, weil dadurch könnt ihr nämlich darin mit den neuesten Errungenschaften wie I Pads, Tablets, alkoholfreies Bier mit Geschmack ( :D ) oder auch ferngesteuerte Drohnen, Laserkanonen, Warp-Antrieb etc. angeben.



Wichtig sie sind auch für die Erkundung und Besiedelung des Weltraums entscheidend. Damit kann man erst ab Techstufe IV anfangen und es wird sehr teuer.



Der Aufstieg zur nächsten Techstufe kostet standardmäßig 30 Punkte + 5 je weiterer Tech

Neueinsteiger starten mit der durchschnittlichen Techstufe, sofern nicht fürs RPG was rückständigeres gewünscht.)





So nun das Spielprinzip:

Ihr wisst jetzt wie man expandiert, das geht über Punkte, Diplomatie (Landkauf, Gebietstausch) und Krieg.

Jedoch wollen wir nicht nur einen Planeten zum besiedeln freigeben. Das ist nur für die ersten 3 Techstufen so. Danach soll es möglich sein, auch die Monde unseres Planeten (3 an der Zahl) und das Weltall zu besiedeln und Konflikte auch dort auszutragen. Das heißt wir planen hier etwas im ganz großen Stil :cool:



Diplomatie: In der Diplomatie stehen euch alle Grenzen offen. Man kann Allianzen und Bündnisse schließen, Wirtschaftsunionen gründen etc.

Vorteile sind, dass man innerhalb seines Bündnisses und seiner Union sich Wirtschafts- und Militärpunkte hin und her schieben kann. Auch Staatenbünde(Imperien/Föderationen sind möglich. Jene kann man durch Vasallierung eines Mitspielers erreichen (dürfte aber fraglich sein, ob sie lange anhält) oder auch durch einen freiwilligen Zusammenschluss von zwei oder mehr Spielern. Dabei behält jeder seinen Staat, aber man fährt eine gemeinsame Linie in der Außenpolitik. Heißt, wenn Staat A mit Staat XY nicht handeln möchte, ist Staat B durch die gemeinsame Föderation auch dazu angehalten.



Ich bin am überlegen Zollunionen mit zusätzlichen Punkten zu belohnen, aber dabei sollte es auch ein Risiko des Punkteverlustes geben. :gruebel:





Innenpolitik: Die steht euch frei selber zu gestalten. Als mitspielende SL möchte ich euch da nicht groß reinpfuschen. Außer einer wünscht es ausdrücklich.



Internationale Ereignisse: Was ich hingegen gerne mal ab und an machen würde sind globale Events, die mehrere Staaten vor ein Problem stellen und durch sie gelöst werden müssen. Mal ne größere Naturkatastrophe, Seuchen, Wirtschaftskrisen, religiöse Fanatiker, die in mehreren Ländern um sich schlagen oder auf nem freien Flecken einen mächtigen KI-Staat, der allen etwas Stress macht. Aber da kommt es drauf an, ob solche Späße von der Community gewünscht bzw. notwendig sind. Im Vorgänger war es nicht notwendig, da da die Spieler selber für genügend Action sorgten.

Oder bei moderneren Zeitaltern was mit bösen Aliens :gruebel:



Kriegsführung:

So die Kriegsführung ist noch eine Art Baustelle.

Wichtig sind dafür die Punkte. Wenn ich 20 MP habe und erkläre einem Land mit 15 MP den Krieg, bin ich zunächst im Vorteil. Das unterlegene Land hat nun 48 Stunden Zeit Verbündete zu suchen. Gelingt das, werden die Stärkeverhältnisse umgekippt und der Angreifer muss nun Alliierte suchen – mit der gleichen Frist.

Wenn die Frist abgelaufen ist gewinnt vorläufig noch die Seite mit mehr Punkten.

Ich würde jedoch gerne einen kleinen Zufallsfaktor einbauen, der bei leichter Unterlegenheit einen Krieg auch zugunsten des Unterlegenen ausfallen lassen kann.

Während der Kampfzeit kann allerlei Propaganda gemacht werden. Verzichtet dabei jedoch auf Berichte alla „10 Mio Mann getötet, feindliche Hauptstadt am ersten Kriegstag gefallen, feindliche Regierung komplett verhaftet)



Wenn man gewonnen hat, kann man dem Unterlegenen einen Frieden diktieren. Es gibt jedoch Beschränkungen.

Man kann WP und MP als Reparationen fordern, wie man lustig ist, jedoch Provinzen kann man nur begrenzt annektieren. Je MP-Punkt mehr kann man sich eine Provinz angliedern.

Man kann auch den anderen Spieler vasallieren, jedoch muss man dafür zumindest 10 MP mehr als er haben (und wenn man gerade so diese Mindestanforderung hat, fallen weitere Gebietsforderungen an ihn flach)

Wenn ein Spieler vasalliert ist, werden seine MP Punkte auf einen seinem lehnsherrn beliebigen Wert begrenzt (damit er nicht sofort rebellieren kann, 0 oder Werte unter 7 sind nicht drin ;)) und ein Teil seiner Einnahmen stehen euch zu. Ich weiß nicht was angemessen wäre - Vielleicht ¼ aller Punkte. Man kann jedoch freiwillig den Tribut heruntersetzen.

Außerdem ist er mit euch automatisch in einem Militär/Wirtschaftsbündnis bzw. einer Föderation/Imperium/Union verbunden.

Jedoch kann sich ein Vasall auch gegen euch erheben. Wie in der Realität. :O





Weltraumbesiedelung:

Ja es soll ab Techstufe IV möglich sein. Also IV sind die Monde möglich, ab Stufe 5 das eigene Sonnensystem und ab Stufe 6 auch entferntere Planeten.

Jedoch wird es teuer.

Mondbesiedelung kosten 30 Punte und das zugehörige Weltraumprogramm zuvor ebenfalls 30. Für letzteres müssen sich auch 3 Staaten zusammenschließen, die im Durchschnitt auf Techstufe IV kommen.

Sonnensystem: Das ist ab Techstufe 5 drin. Dafür bedarf es 40 Punkte Weltraumprogramm + 40 einmalige Besiedlungskosten. Auch hier sind zumindest 3 Staaten mit durchschnittstech V von nöten

ganzer Weltraum: Ab Stufe VI. Dafür sind jetzt jeweils 60 Punkte für Weltraumprogramm (spätestens hier braucht es Warp-Antrieb) und Siedlungskosten angesetzt. 3 Staaten mit Techstufe VI werden gebraucht.



Hierbei bieten sich Ereignisse mit bösen Alienrassen/aufmüpfigen Ureinwohnern/Asteroiden geradezu an und ich würde sie gerne machen. Jedoch nur, wenn es gegen diese Idee keine Einwände gibt. :cool: Achja es können auch Spieler als Ureinwohner der "Opfer"planeten starten. Sie sparen sich die Weltraum/Besiedlungskosten, aber dafür haben sie nur eine Startprovinz.





Sonstiges: Es gab überlegungen Wohlstand oder so ähnlich als Dritten Wert zu simulieren. Ich habe es jetzt am Anfang weggelassen. Wenn jemand einen sofortimplementierbaren Vorschlag hat, kann es noch rein. Wenn nicht wkommt es vielleicht später hinzu. Bei höheren Techstufen, wenn der Pöbel nicht mehr mit einem Strohdach und etwas schimmligen Brot zufrieden ist, wäre es vielleicht interessant. :gruebel:



Die alte Runde, welche so abrupt unterbrochen wurde - dauert noch so 5 Tage, danach fängt die neue Runde an. Für jene werden alle Punkte auf 20 (+4) zurück bzw. einmalig raufgesetzt.



Wer sich anmelden will, muss nur auf der karte ein freies Gebiet markieren, Name, Flagge, Staatsoberhaupt und kurze Geschichte posten. So als Kurzfassung, wer es ausführlicher will kann noch:




Achtung Spoiler:


Regierungsform: Absolute Monarchie - es gibt noch eine Ratskammer, der beratend tätig ist.

Sklaverei: illegal.

Militär: Allgemeine Wehrpflicht

Religion: griechische Mythologie

Gerichtswesen: alt. D.h. Königin ist oberste Richterin und kann nach belieben Urteile fällen.

Folter: bisher nicht verboten

Sozialwesen: Armenspeisungen und so Sachen sind vorhanden. Auch Wohnunterkünfte für Arme. Es fehlen jedoch die Annehmlichkeiten eines modernen Sozialstaates.

Bildung: In der Stadt selber herrscht eine 6jähirge Schulpflicht. Der Adel und reiche Kaufleute schicken ihre Sprößlinge auf teure Privatschulen. Auf dem Land gibt es noch keine Schulen - heißt Landbevölkerung ist sehr ungebildet

Politische Parteien: gibt es nicht.







das alles angeben. Natürlich auch mit anderen Settings, das war jetzt einfach von Troja kopiert.













So und nun zur Geschichte:

Die Anfänge und auch die ersten Konflikte sind hier im Vorgänger nachzulesen.

http://ift.tt/11h6NcV



Aktueller Stand: Die aggressive Republik von Ajin befindet sich mit einer großen Koalition unter Federführung Trojas im Krieg.



Und nun das Ende dieses Krieges. Zur erläuterung: Der offizielle Part, den ich in meine Posts immer einbaue, gibt die wesentlichen Infos wieder. Das RPG darunter empfehle ich zu lesen, zumindest waren die Kritiken ziemlich positiv ( Danke :kuss:), aber es muss nicht sofort sein.







Offizieller Part



Immer mehr Nationen schlugen sich auf Trojas Seite, um der Machtgier Ajins Einhalt zu gebieten. Byzanz brach seinen Pakt mit der Republik, nachdem jene ihr wahres Gesicht offenbarte. Akmora schickte aus dem Gebirge seine besten Krieger, selbst das friedliebende Flores stellte zum ersten Mal in seiner Geschichte ein stehendes Heer auf und die sonst so zerstrittenen keltischen Clans entsandten ihre wilden Streiter gegen die Republik.

In den folgenden Seeschlachten blieb Troja siegreich und sprengte mühelos die vom Parlament in Kronoa verhängte sogenannte Kontinentalsperre. Dadurch konnten sich die Alliierten Armeen in Daenerys-Theron vereinen und zum finalen Angriff auf die Republik blasen.

Doch noch waren nicht alle republikanischen Seestreitkräfte geschlagen. Aus Kronoa stach die gefürchtete Home Fleet in See, um die Invasionsflotte auf den Grund des Meeres zu schicken. Es kam erneut zu einer großen Seeschlacht, in der die Koalitionsverbände siegreich blieben. Der Sieg forderte einen hohen Tribut. Das Flaggschiff von Admiral Odysseus wurde schwer getroffen und insbesondere auf der Kommandobrücke kam es zu gewaltigen Detonationen. Der Admiral erlitt schwere Verwundungen, denen er wenig später erlag.

Trotz dieses Verlustes war es ein Sieg, wenn auch einer mit einem bitteren Beigeschmack.





Nach zehn weiteren Tagen auf See erreichte die Koalition schließlich ihr Ziel. An fünf verschiedenen Strandabschnitten – Gladius, Gold, Juno, Roma, Utica – gingen die Streitkräfte an Land. Insgesamt eine viertel Millionen Männer waren an dieser größten Landungsoperation der Geschichte beteiligt. Ihnen schlug harte Gegenwehr entgegen, denn die Ajin hatten ihre Küsten zuvor stark befestigt. Trotz massiver Unterstützung durch die Schiffsartillerie mussten ihre Bunker und Kastelle mühevoll und unter Verlusten im Nahkampf genommen werden. Besonders blutig verlief die Landung bei Roma. Hier war die Gegenwehr besonders stark. Von der ersten Landungswelle überlebten nur 10 %, aber die nach ihnen folgenden Soldaten konnten den Wall durchbrechen und ins Landesinnere vordringen. Am Ende des Tages waren die Verteidiger geschlagen und nur wenigen gelang die Flucht. Immer mehr Männer und Kriegsmaterial wurden unterdessen an Land gebracht. Auch die Verbindung mit Elrons Goloren-Guerilla im Hinterland wurde hergestellt.

Das Oberkommando in Kronoa ordnete einen umfassenden Gegenangriff an und sammelte dafür alle zur Verfügung stehenden Kräfte. Der Angriff kam in den frühen Morgenstunden am darauffolgenden Tag und wurde kraftvoll vorgetragen. Zeitweise gelang es der schweren republikanischen Kavallerie die Verbindung zwischen den Abschnitten Gold und Gladius zu durchtrennen. Ein von Königin Daenerys persönlich geführter Gegenangriff drängte sie unter Einsatz der Drachen wieder zurück.

Nach dieser Schlacht stießen die vereinten Koalitionsstreitkräfte bis vor die Tore von Kronoa vor, ohne auf weiteren Widerstand zu stoßen. Nicht wenige vermuteten dahinter eine Falle, weshalb man vorsichtig und langsam in Schlachtformation vorrückte.

Jedoch gab es dieses Mal keine Falle, keinen Trick und keine Intrige. Vor Kronoa trat der ajinische Pazifistenführer Tenzin der trojanischen Königin entgegen und kapitulierte vor ihr bedingungslos. Tatsächlich trafen die Koalitionstruppen in der Stadt auf keine Gegenwehr. Die Reste der republikanischen Armee legten ihre Waffen nieder und ergaben sich bereitwillig in ihr Schicksal.

Im Einvernehmen mit den Verbündeten erklärte Königin Daenerys die Republik für aufgelöst, Parlament und Regierung für unter Arrest gestellt, alle Gesetze und Verordnungen jener für ungültig und stellte das Ajin-Territorium unter Militärverwaltung.

Mit der kampflosen Einnahme Kronoas erreichte das Hauptquartier der verbündeten Streitkräfte Nachricht von den anderen Territorien der ehemaligen Republik. Die arabischen Stämme, welche in vielen Gegenden die Bevölkerungsmehrheit stellen, haben sich gegen die Republik erhoben und einen Großteil ihres ehemaligen Staatsgebietes in ihre Gewalt gebracht. Gerüchte machten die Runde, dass der trojanische Geheimdienst diesen Aufstand anzettelte. Die Entscheidung lag nun bei der Königin und ihren Alliierten, ob sich die Araber der fremden Militärverwaltung fügen müssen oder die Unabhängigkeit und die Kontrolle über das Territorium der ehemaligen Republik erhalten.









RPG (aus Trojas Sicht)



Die Straßen und Felder waren inzwischen aufgeweicht unter den endlosen Marschkolonnen der Koalitionsarmee. 250000 Soldaten, die größte Streitmacht, welche seit dem Zusammenbruch der Weltregierung aufgestellt wurde, marschierte unter ihrem Banner auf Kronoa. Kronoa - das Herz der finsteren Republik, von welcher Tod und Zerstörung gegen Troja und ihre Untertanen ausgingen. Die Landung und der darauffolgende Tag waren sehr blutig. Auf beiden Seiten fielen viele Männer, doch die Ajin mussten sich zurückziehen und seitdem sah man von ihrem Militär nichts mehr. Es war von den Stränden bis nach Kronoa noch eine lange Strecke. Sie rechnete mit einem Hinterhalt, Überfällen, neuen Angriffen oder zumindest Sabotageakten, aber nichts dergleichen geschah.

Dany ritt auf dem Rücken ihrer Silbernen. Drogon und seine Geschwister waren ausgeflogen und machten Jagd auf Schafe, Rinder und anderes Getier. Jedoch hielten sie sich stets nahe zu ihr und dem Heer auf. Sollten die Ajin noch einmal die Schlacht suchen, würden sie gebraucht werden.

Schließlich ließ sie ihre Stute stoppen und ihrem Beispiel folgend machte die ganze Armee halt. „Kronoa, Hauptstadt der Republik.“ Memnons Erläuterung war überflüssig, denn sie wusste, welche Stadt vor ihnen lag.





Sie sah Dächer und Schornsteine soweit das Auge reichte. Hässliche Mauern aus Beton schützten die Stadt von allen Seiten und aus den Fenstern der Türme lugten die Rohre schwerer Kanonen hervor. Es war eine große Stadt und moderner als Troja es war. Aber auch hässlicher und kälter. Selbst von dieser Entfernung konnte Dany anhand der Dächer erahnen, in welchem Zustand sich die meisten Häuser befanden.

Sie waren an ihrem Ziel angekommen. Hinter Danys Rücken wurden in verschiedenen Sprachen Kommandos gebrüllt. Ganze Legionen schwärmten aus und begannen einen eisernen Belagerungsring zu bilden. Mehr als 1000 Geschütze brachten sich rings um die Stadt in Stellung. Die Ajin konnten nicht mehr als 100 besitzen. Auf Danys Befehl hin würde die Hölle über Kronoa hereinbrechen. Wie lange hatte sie auf diesen Moment gewartet? Der Weg war hart und steinig gewesen. Nicht nur die Landung auf der Hauptinsel war blutig. Nein, die zahlreichen Seegefechte davor forderten ebenfalls ihren Tribut. Trojas Werften standen Tag und Nacht nicht still, um Nachschub für gesunkene Kriegsschiffe zu produzieren oder beschädigte Einheiten wieder zu reparieren und seine Lazarette füllten sich mit verwundeten Matrosen.

Aber ausgerechnet die letzte Seeschlacht bereitete Dany den größten Kummer. Ich hätte Themistokles den Befehl geben sollen, warum habe ich es nicht getan? wehmütig dachte sie an das Geschehene zurück. Als sie in Daenerys-Theron eintraf, erwartete Odysseus Armee sie bereits. Die Legion der Kongregaten war ebenfalls dort, ebenso wie Tremedius und seine Leibgarde. Die byzantinische Hauptmacht stand unter dem Befehl des zweitgeborenen Prinzen weiter im Nordosten und beschützte zusammen mit Antonius Legionen die Nordprovinzen. Selbst das Kontingent aus Flores war kurz vor ihr eingetroffen. Ihre Streitmacht aus Troja war also die letzte, welche am Sammelpunkt eintraf. Somit war es klar, dass sie dort nicht lange verweilen würde. Ihre Berater drängten sie zum raschen Aufbruch „Die Winde sind günstig und wir müssen schnell zuschlagen, ehe die Herbststürme beginnen.“ Also willigte sie ein bereits am nächsten Tag auszulaufen. Odysseus befehligte die Vorhut ihrer Flotte, ihm folgte die Hauptmacht mit den Invasionstruppen an Bord. Dort würde Themistokles das Kommando haben. So war es vereinbart. Berichten zur Folge näherte sich die Home Fleet der Ajin Daenerys-Theron und wolle noch im Hafen die Invasionsflotte versenken und somit das unausweichliche abwenden.

Daenerys und ihrem Geliebten blieb also nur eine einzige gemeinsame Nacht. Sie ließ ihn zur späten Stunde in ihre Gemächer kommen. Unbemerkt von den Wachen, für deren Ablenkung sie sorgte. Und selbst, wenn die Wachen etwas mitbekommen hätten, so waren sie darauf vereidigt die Geheimnisse ihrer Königin zu bewahren.

Schon in Troja hatte sie sich diesen Moment in ihren Träumen vorgestellt und nun war es soweit. Natürlich hätte sie warten, sich mit ihm verloben und dann heiraten sollen. Aber sie befanden sich im Krieg und Dany wusste nicht, ob es für sie noch einen Morgen gab. Also wollte sie ihn zumindest einmal in sich spüren, ehe sie wieder gegen die Republik ins Feld ziehen mussten.

Sie ließ sich von ihm entkleiden und als sie nackt vor ihm stand, betrachteten seine Augen gierig von unten nach oben ihren Körper. Mit beiden Händen durchfuhr er ihr Haar umklammerte ihr Gesich – seine Berührungen war fest, aber dennoch zärtlich –



und während ihre Hand zwischen seine Beine fuhr begannen sie sich leidenschaftlich zu küssen und so nahm eine heiße und schlaflose Nacht ihen Anfang. Die Erinnerung daran war zugleich süß und bitter. Sie machte mit Odysseus all die Dinge, welche Doreah ihr zuvor beibrachte und als die ersten Sonnenstrahlen durchs Fenster hineinschienen ritt sie ihn so heftig, dass eine alte Wunde an seiner rechten Schulter wieder aufging. Der Schmerz, falls er welchen fühlte, schien seine Lust nur zu steigern und so ergoss er sich in diesem Augenblick in sie und rief laut ihren Namen. „Daenerys!“

Das war das letzte Mal gewesen für immer seufzend dachte Dany an das, was danach folgte. Sie waren ganz außer Atem. Dany legte ihren Kopf auf seine Brust und ließ sich von ihm durch ihr silberblondes Haar streichen. „Ich möchte nicht, dass du in der Vorhut bist. Bleib bei mir in der Hauptmacht.“ „Und wer soll dann deine Feinde auf den Grund des Meeres schicken, wenn nicht ich?“ Die Arroganz schwang in seiner Stimme deutlich mit. „Themistokles kann dies erledigen. Dich möchte ich an meiner Seite haben.“ sanft legte sie ihre Finger auf seine Wange und fuhr mit ihnen über seine Lippen. Darauf folgte gewissermaßen ihr erster und auch letzter Streit. Odysseus fasste es als Beleidigung auf Themistokles, den er nicht besonders schätzte, den ganzen Ruhm überlassen zu müssen. Also ließ sich Dany am Ende dazu breitschlagen doch alles beim alten zu belassen. Ich hätte hart bleiben sollen. Dann wäre er noch bei mir schalt sie sich. Als sie ihm nachgab, küsste er hingebungsvoll ihre Handfläche und ihren Arm und beinahe hätten sie es wohl erneut getan, wenn in diesem Augenblick nicht Danys Zofe Doreah an ihre Schlafzimmertür geklopft und sie daran erinnert hätte, dass es Zeit war. Schweren Herzens erhob sie sich von ihrem Bett. „Wir müssen, es ist an der Zeit.“ sagte sie zu ihm. Er umfasste ihre linke Brustwarze mit Zeigefinger und Daumen und spielte damit,bis sie hart und Dany zwischen ihren Beinen erneut feucht wurde. „Machen wir es noch einmal. Sie können ruhig noch ein wenig auf uns warten." Zu gerne hätte sie ihm wieder nachgegeben, aber als Königin hatte sie Pflichten und wenn er erst ihr Gemahl wäre, so würde er diese Pflichten mit ihr teilen. Also stieg er auch aus dem Bett, welches sie deutlich zerwühlt hatten. Dany zog sich selber ein Leinengewand über und wollte so eben nach Doreah rufen, damit sie ihr dabei hilft ihren Brustpanzer und die anderen Teile anzulegen. Odysseus schnitt ihr das Wort ab. „Nicht nötig“ und half ihr sogleich den mit flammenspuckenden Drachen verzierten Brustpanzer anzulegen...

Später, als er sein Schiff bestieg, verabschiedete sie sich mit den Worten „Komm zu mir zurück.“ Zur Antwort lächelte er nur frech. „Ich befehle es dir aus der Schusslinie zu bleiben.“ schob sie nach. Odysseus blickte sie traurig an. „Nun zwingt ihr mich dazu zum ersten Mal eure Befehle zu ignorieren, meine süße Königin.“ Er deutete eine Verbeugung an und ging lachend an Bord seines Schiffes. Danys Blicke folgten ihm.

Gegen Abend kam es zu ersten Zusammenstößen mit der Vorhut der Home Fleet. Daenerys konnte das Donnern der Kanonen noch von der Kommandobrücke ihres Schiffes aus hören, welches gut geschützt wurde. Und während sich über Wasser die Rümpfe der mächtigen Kriegsschiffe beider Seiten aufeinander zu bewegten, waren Elron und seine Männer unterm Wasser aktiv. Sie sprengten breite Risse und Löcher in die unteren Schiffsrümpfe ihrer Feinde und brachten so nicht wenige Schiffe zum sinken.

Die Schlacht war bereits gewonnen. Von Odysseus Flaggschiff „Drachenkönigin“ erhielt sie den Funkspruch, dass die meisten Ajinschiffe versenkt wurden. Nur wenigen gelang die Flucht und einige sind noch eingekreist und werden niedergekämpft, da sie sich weigern zu kapitulieren. Es war vorbei. Zumindest ab jetzt hätte er sich zurückhalten können. Aber er wollte dieses letzte Scharmützel durch ein riskantes Manöver abkürzen und dabei geschah es. Von der Ferne sah sie die Explosionen, wie sie den Himmel erhellten. Die Ajin entdeckten trotz des Nebels Odysseus und richteten ihre Geschütze auf ihn. Sie trafen zuerst die Kommandobrücke, auf welcher sich ihr Geliebter aufhielt und danach die Munitionskammer, wodurch ein breites Loch in den Rumpf gerissen wurde. Das Schiff musste aufgegeben werden. Daenerys schaute ungläubig zum Nachthimmel, als sie erfuhr, welches Schiff so schwer getroffen wurde und betete zu jedem Gott, den sie kannte. Doch ihre Gebete wurden nicht erhört. Odysseus war zwar nicht sofort tot und wurde schwer verwundet geborgen und an Bord ihres Schiffes gebracht. Dany ließ ihre Leibärzte rufen, aber sie konnten nichts mehr für ihn tun. „Er wird heute Nacht sterben. Ich kann nur noch seinen Abgang erleichtern.“ gab ihr Hippokrates zu verstehen. „Nein!“ Die Tränen rannen über ihre Wangen. „Er wird nicht sterben, ich erlaube es nicht!“ Sie versuchte sich in jenem Moment einzureden, dass sie dem Tod einfach befehlen könne von ihm abzulassen. „Nicht einmal eine Königin besitzt diese Macht.“ Memnons Gesichtsausdruck war versteinert. Er mochte Odysseus wenig, wie er jeden Mann in ihrer Nähe nicht besonders schätzte. Aber sie so leiden zu sehen, ging an ihm nicht so einfach vorbei.

Sie beugte sich über Oysseus Totenbett. „Du wirst wieder gesund.“ immer noch wollte sie die Wahrheit nicht akzeptieren. „und wenn dieser Krieg vorbei ist heiraten wir.“ „Du irrst dich, ich habe nur noch wenige Augenblicke.“ Sein Atem fühlte sich schwer auf ihrer Haut an, genau wie seine Stimme klang. Die Ärzte wollten ihm Mohnblumensaft und Marihuana verabreichen, aber er lehnte ab. „Meine letzten Augenblicke will ich klar im Kopf sein.“ Daenerys entschied sich ihm diesen Wunsch zu erfüllen und befahl ihren Ärzten „Keine Betäubungsmittel.“

„Bevor ich gehe, möchte ich einen allerletzten Kuss von dir. Als Erinnerung, welche mir die Wartezeit auf dich am Ufer des Styx versüßt.“ Noch ehe er zu Ende ausgesprochen hatte, näherte sie sich seinem Gesicht. Zum letzten mal berührten ihre Lippen die seinen. Sie spürte, wie er seine letzten Kräfte in diesen hingebungsvollen Kuss legte und dann in ihren Mund hinaus hauchte. Sie blickte auf, sah in seine ausdruckslosen leeren Augen und begann hysterisch zu heulen. Memnon wollte ihr eine Hand über die Schulter legen, doch sie stieß ihn weg. „Lasst mich alleine!“ Alle verließen die Kabine, damit sie in Ruhe ihren Geliebten betrauern konnte. Ihr Herz fühlte sich in tausend Stücke zerrissen an, ihr Magen schnürte sich innerlich zusammen und es war ihr mit jeder Faser ihres Körpers total elend zu Mute. Sie wehklagte die ganze Nacht, bis Hippokrates ihr schließlich Mohnblumensaft verabreichte und sie so einschlief. Es war kein guter Schlaf. In dieser Nacht und den folgenden träumte sie immerzu von Odysseus und seinem Tod, ab und zu war auch ihr Bruder Hektor dabei oder ihr Vater Paris. Sogar das Gesicht ihrer Mutter sah sie schemenhaft in ihren Träumen. Alle Menschen, die ich liebe, werden mir genommen. Eine Leere machte sich in ihr wieder breit. Es lag noch nicht lange zurück, als sie schließlich Land erreichten. Aeneas und Temedius boten ihr an das Kommando für sie zu übernehmen, damit sie sich schonen und ihren Verlust verarbeiten konnte. (Anm. dass sie mit Ody in die Kiste sprang, wissen sie natürlich nicht. Nur halt dass sie Gefühle für ihn hatte dürfte jetzt kein Geheimnis mehr sein. ;) )

Doch sie war die Königin und es war ihre Pflicht selber die Armee zu führen. Es hob ungleich den Mut ihrer Männer, wenn sie es war, die sie führte und nicht jemand anders in Vertretung für sie. Also lehnte Daenerys bewusst ab.

Sie beaufsichtigte vom Deck ihres Kommandoschiffes aus, wie die III. Legion als erste Welle am Utica-Strand anlandete und wenigen Stunden später erreichte sie die Meldung, dass der Strand und das Hinterland ihnen gehört. Sorgen bereitete ihr hingegen der Landungsverlauf am benachbarten Roma-Abschnitt. Die ersten Meldungen sprachen von hohen Verlusten. Sogar der Tribun der VII. Legion war darunter. Insgesamt verlor die Legion, welche die ersten beiden Angriffswellen stellte, 2/3 ihre Sollstärke und zahlte von allen beteiligten Verbänden den höchsten Tribut. Erst nachdem die Nacht hereinbrach, erlosch auch dort die letzte Gegenwehr und somit bestand eine durchgehende Front von Utica bis Gladius.

Elron und sein Kommando gingen bereits in der Nacht vor der Invasion an Land und überfielen im Hinterland mehrere Stellungen. Die Ajin hatten zwei Batterien schwerster Haubitzen im Hinterland stationiert. Außer Reichweite der trojanischen Schiffsartillerie, aber dafür lagen ihre Schiffe wiederum in Reichweite der feindlichen Haubitzen. Sie hätten viele Opfer gekostet, aber Elron gelang es diese Batterien unschädlich zu machen und damit den Ajin einen wichtigen Trumpf zu nehmen.

Nach dem gescheiterten Gegenangriff der republikanischen Streitkräfte war es nur noch ein stumpfes und endloses Marschieren nach Kronoa. Die Straße wurde zusehends schlammig und immer öfters blieben Geschütze und Wagen stecken. Dany hörte nicht selten irgendeinen Soldaten fluchen. Selbst ihren Gardisten entglitt hin und wieder ein Fluch. Sie konnte es ihnen auch nicht verdenken. Als Königin saß sie auf dem Rücken ihrer Silbernen und musste sich nicht mit Matsch und Dreck herumplagen und im Falle eines Regenschauers hätte sie auch auf die Sänfte oder Kutsche umsteigen können, während ihre Männer noch nass geworden wären. Zum Glück blieb ihnen der Herbstregen erspart, denn jener hätte den Marsch wohl noch einmal um 48 Stunden verzögert.

„Seht dort!“ Memnon riss seine Königin aus ihren Tagträumen und deutete mit seinem Zeigefinger auf das sich öffnende Haupttor Kronoas. „Wagen sie einen Ausfall?“ fragte Daenerys ihn. „Sieht nicht so aus.“ Eine Gruppe Reiter kam hervor, zwei von ihnen trugen das weiße Friedensbanner und ihr Anführer war in der einfachen Kutte eines Mönchs gekleidet. Sie hielten geradewegs auf das königliche Gefolge zu. Dany wartete noch etwas damit ihnen entgegen zureiten. Wenn sie in die Reichweite ihrer Mauern gerieten, könnte sich das leicht als Hinterhalt entpuppen. Erst das letzte Stück des Weges kamen sie den Ajin entgegen und blieben direkt vor ihnen stehen. Der wie ein Mönch gekleidete Mann stieg von seinem Reittier, welches sich bei genauerem Hinsehen als Maultier entpuppte. Abgesehen von seiner einfachen und verschlissenen Mönchskutte trug er nichts bei sich. Nichteinmal Schuhe trug er an seine Füßen und sein Kopf war kahl geschoren. „Königin Daenerys“ wandte er sich mit leiser Stimme an sie. „Hört mich an. Ich bin Tenzin, ein einfacher Mönch, der zu euch gekommen ist, um über eine Übergabe Kronoas zu reden.“ Die Worte überraschten sie ein wenig. Ihr erster Gedanke beim Anblick dieses Unterhändlers war Wollen sie mich verhöhnen? Argwöhnisch musterte sie von oben herab den vor ihr stehenden Mann, ehe sie von ihrer Stute stieg. „Sagt, was ihr mir zu sagen habt und zwar schnell.“ Ihre Stimme klang wenig freundlich.

„Sehr wohl. Kronoa ist euer. Ihr müsst keinen Tropfen Blut mehr vergießen. Lasst Gnade walten, wenn ihr es einnehmt.“

„Gnade?“ durchfuhr es Dany. Die Ajin bombardierten Troja und töteten Tausende, sie bewaffneten den Abschaum aus ihren Gefängnissen und ließen ihn in Argos über friedliche Fischer herfallen und als letzte Verzweiflungstat, um die drohende Niederlage abzuwenden, versuchten sie unter dem Deckmantel des Humanismus massenhaft vergiftete Lebensmittel nach Troja einzuführen. Nur dem Zufall oder besser gesagt drei Kelten war es zu verdanken, dass nicht zehntausende ihrer Untertanen vergiftet wurden. „Eure Republik begann einen Vernichtungskrieg gegen uns. Ihr habt in Argos und Troja wehrlose Frauen und Kinder ermordet! Ihr...!“ Sie redete sich in Rage, doch ehe sie den letzten Satz zu Ende sprechen konnte, unterbrach sie der Mönch. „ Es wurden furchtbare Verbrechen im Namen der Republik begangen. Ich bitte euch nicht dies zu vergessen, aber als jemand, der mit diesen Taten nichts zu tun hatte, flehe ich euch um Vergebung für diese Taten und um Gnade für die Unschuldigen an.“ Er warf sich vor ihr in den Staub und umklammerte mit beiden Händen ihre Füße, als er sprach. „Die Bürger Kronoas sind unschuldig wie eure Toten in Troja und Argos es waren. Die Verantwortlichen befinden sich unter Arrest und können keinen Schaden mehr anrichten. Ich bitte euch verschont mein Volk!“ Einen Moment lang ertappte sich Dany dabei, wie sie so etwas wie Mitgefühl mit diesem alten und verweifelten vor ihr im Dreck liegenden Mann empfand.



Aber dann ergriff wie loderndes Drachenfeuer gleich ihre Wut erneut von ihr Besitz. „Wachen, schafft mir diesen Mann aus den Augen!“ Sie haben mich und die halbe Welt so oft getäuscht, ihnen ist nicht zu trauen. Keinem von ihnen.

Vorsichtig drangen die ersten Kohorten in Kronoa ein. Tatsächlich schlug ihnen kein Widerstand entgegen. Keine Schüsse fielen und niemand versuchte sie aufzuhalten. Das, was von der Ajin-Armee übrig blieb, hatte schon längst die Waffen auf einen großen Haufen geworfen und wartete auf die Gefangennahme. Welche sie dann auch ereilte. Nachdem sich die Koalitionsarmee sicher sein konnte, dass Kronoa sich nicht wehren würde, ließ Königin Daenerys alle Bewohner auf den Feldern vor der Stadt versammeln. Ihre Soldaten drangen in die Häuser ein und drängten ihre Bewohner nach draußen. Erst als die Sonne wieder hinter dem Horizont versank und der Wassermond ihren Platz über Kronoa einnahm, war die Räumung abgeschlossen.

Mehrere Kohorten bezogen mit Fackeln in der Hand rings um die Stadt Position und ihre Drachen brüllten hinter ihr unruhig und gaben Feuerfontänen in die Luft ab. Heute würden die Ajin ein für alle Mal untergehen. Ich werde Kronoa schleifen und sein Volk über die Welt zerstreuen, damit nie wieder Unheil von diesem Ort ausgehen kann.

„Königin Daenerys, auf ein Wort.“ Tremedius hielt sein Pferd direkt zu ihrer Rechten. „Die Republik hat sich schwerster Verbrechen schuldig gemacht, aber bitte vergeltet dieses Unrecht nicht mit gleichem.“ Als sie was erwidern wollte, hörte sie hinter sich das Heulen von Kindern. Dany wendete ihr Pferd und was sie sah, ließ ihr Herz erweichen. Kinder klammerten sich an die Rockzipfel ihrer Mütter und weinten. Alte Menschen jammerten darüber, was aus ihnen werden soll, und sie blickte in viele verängstigte Gesichter. Und in diesem Moment wurde es Dany wieder schlecht, dieses Mal vor dem, was sie im Begriff war zu tun. Ich kann all diese Menschen nicht für die Taten einiger weniger unter ihnen bestrafen. Sie ritt die vorderste Reihe der vor ihr gedrängten Einwohner Kronoas ab. „Bürger Kronoas, hört mich an! Eure Republik brachte über mein Volk Krieg und Leid. Was ich will, ist Gerechtigkeit – Gerechtigkeit für die Toten von Troja und Argos. Aber diese Gerechtigkeit, die mein Volk verdient, werde ich nicht bekommen, indem ich euch eurer Heimat beraube. Deshalb geht zurück! Geht zurück in eure Stadt und in eure Häuser. Niemand wird euch etwas tun. Ich gebe euch mein Wort!

Die Republik Ajin hört mit dem heutigen Tage auf zu existieren, aber euer Leben geht weiter.“

Viele schauten sie ungläubig an. In Tremedius und Aeneas Gesichtern glaubte sie so etwas wie Erleichterung zu erkennen. „Löscht die Fackeln, heute wird kein Feuer entfacht.“ Freudig gaben sie ihre Befehle weiter und tausende Fackeln erloschen binnen weniger Augenblicke. Zögerlich wagten sich die ersten Ajin aus der Menge herauszutreten und auf ihre Heimatstadt zuzugehen. Sie schienen Angst zu haben, dass die Trojaner über sie herfallen, sobald sie die ersten Schritte getan haben. Als nichts dergleichen geschah, gingen immer mehr und mehr Menschen ihres Weges, bis sich schließlich alle in Bewegung setzten. Dany schaute ihnen von ihrer silbernen Stute zu, wie sie sich auf den verschlammten Wegen, welche zu den verschiedenen Toren Kronoas führten, drängten. Plötzlich zog etwas an ihrem Mantel. Daenerys drehte sich um und blickte geradewegs in die grünen Augen eines kleinen Mädchens – vielleicht acht Jahre alt. Die Kleine hielt ihr Blumen entgegen. „Für dich“ sagte sie in einem etwas unbeholfen klingenden Latein. Dany beugte sich vor, nahm die Blumen entgegen und streichelte der Kleinen übers Haar. „Danke, die sind wirklich schön.“ Sie hörte eine Frau rufen. Vermutlich die Mutter der Kleinen. „Aber jetzt lauf zu deiner Mutter, sie scheint sich schon Sorgen zu machen.“

Nur eine kleine schwer bewachte Gruppe Männer und Frauen verweilte an Ort und Stelle. Die Regierung und die Parlamentarier der Republik. Für sie galt das, was Dany vorhin versprochen hatte, nicht. Denn sie brachten den Krieg über Troja und wegen ihnen starb mein armer Odysseus und dafür sollen sie auch bezahlen. Daenerys betrachtete sich jeden einzelnen von ihnen. Manche versuchten ihrem Blick auszuweichen und schauten auf den Boden.

Da entdeckte sie mitten unter ihnen Tenzin. Den alten Mönch, der sie heute morgen noch so herzzerreißend um Gnade für sein Volk anflehte und den sie so rüde zurückwies. Plötzlich bekam Daenerys ein schlechtes Gewissen ihm gegenüber. Ich habe mich nicht wie die Königin benommen, die ich sein will. Sie befahl Memnon ihn zu ihr zu bringen und stieg vom Pferd ab.

Die Soldaten warfen ihn ihr erneut zu Füßen, aber dieses Mal befahl sie ihnen ihm wieder aufzuhelfen. Sie umfasste seine Schulter. „Tenzin, ihr wart der Einzige von diesem Haufen“- sie warf den anderen Politikern einen vernichtenden Blick zu – "der die Größe hatte mich um Vergebung und Gnade für seine Leute zu bitten. Ich habe euch vorhin ungerecht behandelt. Das tut mir leid. Ihr seid nun frei und dürft wieder dorthin gehen, wo es euch beliebt. Wenn ihr wollt, so könnt ihr meinem Statthalter als Berater dienen.“

„Was ist mit uns?“ fragte ein ängstlich dreinschauender Mann, der früher einmal die republikanische Armee befehligte und ehe Dany ihm diese Frage beantwortete, schritt ein weiterer dicklicher Politiker, der - so glaubte sie – dem Innenausschuss vorstand, einfach davon. Dieses Verhalten erzürnte sie und so griff sie nach der Peitsche, welche in einer Halterung ihres Sattels war. Mit Wucht schlug Daenerys dem Mann die Peitsche ins Gesicht. Er schrie auf und umklammerte mit beiden Händen sein Gesicht. Ein blutroter Striemen bildete sich quer über seine Wangen. „Ich habe euch nicht erlaubt zu gehen.“ unterbrach sie das Wehklagen des pummeligen Mannes, der ihres Wissens nach die Idee mit den Strafgefangenen hatte. Welche in Argos abscheulichste Verbrechen begingen.

Kühl musterte Dany die Politiker „Ihr werdet euch der Gerechtigkeit unterwerfen müssen.“

Ihre Männer führten auf ihren Befehl hin die gefangenen republikanischen Würdenträger ab. Eigens für sie wurden im trojanischen Feldlager Pferche errichtet, in denen man sie festkettete. Keine besonders bequeme Unterbringung, aber immer noch besser als das, was diese Ansammlung von Flaschen und degenerierten Politiker verdient hat. Obwohl sie in ihrer eigenen Scheiße sitzen mussten. (wem Parallelen auffallen, ja so erging es Jaime Lannister während seiner Gefangenschaft bei den Starks :D ;) )



Am späten Abend erfuhr Dany im Regierungspalast, dass sich die arabische Bevölkerung in mehreren Landesteilen der früheren Republik erhoben hat. Abgesehen vom Großraum Kronoa scheinen sie überall die Kontrolle errungen zu haben. „Nehmt mit ihnen Kontakt auf. Ich habe kein Interesse an diesem Land. Wenn ihre Ansprüche berechtigt sind, übertragen wir die Kontrolle schnellstmöglich an sie.“ war ihre letzte Anweisung, ehe sie sich übermüdet ins Bett fallen ließ. Sie erinnerte sich noch schemenhaft, wie sie Doreah bat diese Nacht ihr Bett zu teilen, ehe ihr die Augen zufielen und sie einschlief. Diese Nacht träumte sie wieder wie die Nächte zuvor von Odysseus. Doch dieses Mal nicht von seinem schrecklichen Tod, dessen bloße Erinnerung in ihr Schmerzen auslöste, sondern von dieser besonderen Nacht in Daenerys-Theron...





Als Danys Armee die Bevölkerung nach draußen scheuchte, war Elron mit einer ganz eigenen Suche beschäftigt. Er und seine Goloren durchsuchten die Gefängnisse und Kerker von Kronoa und schließlich wurden sie fündig.

Lange schon nahm er nur noch Dunkelheit und hin und wieder einen kleinen schwachen Lichtstrahl war. Nun öffnete sich die schwere Eisentür und das Licht drang kraftvoll in ihre Zelle. Seine Augen wurden dabei geblendet und mussten sich erst einmal an die neuen Lichtverhältnisse gewöhnen. Durch das grelle Licht trat eine Gestalt in den Raum. Torius konnte gar nicht erkennen, wer sie war, bis er ihre Stimme vernahm. „Ratsherr Torius, schön euch wieder zu sehen. Unschön hingegen die Bedingungen.“ „Elron, was macht ihr hier, wir dachten ihr seid tot?“ Beschämt blickte der frühere golorische Würdenträger auf die Stelle, wo einst Elrons prächtige Zierflosse angebracht war. „Es war unser Gesetz, wir mussten so handeln.“ murmelte er vor sich hin. „Gesetz ist Gesetz.“ gab Elron zurück. Dennoch wusste Torius nicht so recht, ob er hier war, um sie zu befreien oder umzubringen...







Wer etwas zu den bisherigen Regeldiskussionen lesen will, hier entlang:



http://ift.tt/11h6PSd





(Weiter)Leben auf Kepler 369g

ليست هناك تعليقات:

إرسال تعليق