الأربعاء، 29 أكتوبر 2014

Die rote Feste - Ein Kasbah am Abgrund der Welt

Die rote Feste - Ein Kasbah am Abgrund der Welt



Prolog



Es war die dritte Nacht in Folge, dass Ahmad schweißgebadet erwachte. Und es war wieder der gleiche Traum gewesen.

Alleingelassen in einer kargen Welt, umzingelt von indianischen Speerkämpfern, Kriegern mit riesigen Bögen und geflügelten Reitern. Nicht mehr als ein Spielball für die mächtigen Nachbarn stand er alleine zwischen der feindlichen Übermacht und seinem Volk. Die letzten marokkanischen Reiter waren in die Wüste geflüchtet oder hatten sich in baufälligen Kasbahs verschanzt. Nur eine karge Ruine vor der Stadt zeugte noch von jenem kühnen Bau, der einst Ruhm und Reichtum in die Wüste Marokkos hatte bringen sollen.



Und das weite Meer, das vor der Hauptstadt den Weg in eine goldene Zukunft versprochen hatte, war nicht mehr als ein trostloser Tümpel. Das marokkanische Reich stand in Flammen.



Nur ein Traum.



Ahmad trat ans Fenster und lies den Blick über den Ozean schweifen. Nur ein schwaches Wetterleuchten am Horizont durchdrang die Schwärze der Nacht. Seit wenigen Jahren erst lenkte er die Geschicke seines Volkes und Marrakesch hatte sich prächtig entwickelt. Sogar eine Gruppe mutiger Pioniere hatte sich gefunden, die südlich der Hauptstadt eine neue Siedlung gründen wollte.



Erleichtert ging Ahmad zurück zu seinem Bett.



Das Wetterleuchten am Horizont erstarb.





Die rote Feste - Ein Kasbah am Abgrund der Welt

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